Gap das sich bei 750 Metern Höhe zwischen Provence und Dauphiné befindet war im Mittelalter das Zentrum verschiedener Kommunikationswege .Für die Pilger von Compostelle die von Italien her kamen um nach Arles zu gelangen war Gap eine Etappe nachdem sie die Alpen durchquert hatten.
Während des XVI. Jahrhunderts wurde die Stadt durch die religiösen Kriege, die sehr tödlich in dieser Gegend waren, total zerstört und zwar dort wo der aus Gap stammende Guillaume Farel geistlicher Führer der Reformierten war sowie Herzog von Lesdiguières der militärische Chef.
Das XVII Jahrhundert wurde durch die grosse Verstärkung der königlichen Macht und bedingter religiöser Friedlichkeit gezeichnet. Die Erbauung königlicher Strassen die Marseille mit Briançon und Grenoble verbanden bestätigt zusätzlich die Rolle von Gap als Schnittpunkt .Gap wurde dadurch die Kreisstadt des Departements im Jahr 1790.
Gap ist heute die Hauptstadt der Südalpen. Gleichzeitig Amtsbezirk und Bischhofssitz der Hochalpen ,in der das christliche Leben stark mit der unmittelbaren Nähe des Heiligtums der Notre Dame du Laus verknüpft ist, sie wurde von Monseigneur Jean Michel Leandri Di Falco als die Lunge der Diözese von Gap und Embrun bezeichnet.
Oberhalb des Dorfes Saint-Étienne-le-Laus, einem kleinen zur Diözese Embrun gehörenden Dorf, erschien im Mai 1664 einer mit ihrer Familie in dieser Ortschaft lebenden 17-jährigen Hirtin, Benoîte, die Jungfrau Maria. Vier Monate führte Benoîte tagtäglich die Schafherde ihres Nachbarn zu jener Stelle, an der ihr die „schöne Dame“ begegnete. Diese bereitete sie darauf vor, privilegierte Zeugin der Gnade der Bekehrung zu werden.
„Ich bin die Frau Maria, die Mutter Jesu…“
Ab dem Herbst besuchte die Jungfrau Maria die Hirtin im Weiler Le Laus gegenüber von Saint-Etienne und trug ihr den Bau einer Kirche mit einem Haus für die Beichtväter auf. Ziel dieser Initiative, die schnell Gestalt annehmen sollte, war es, Christen, die einen Weg der Bekehrung, vor allem durch das Sakrament der Buße, leben wollten, willkommen zu heißen. Seither wurde das Ziel, das der Wallfahrt zugrunde lag, in erster Linie die physische und moralische Genesung, in großer Zahl angegangen, vor allem mit Salbungen mit dem Öl der vor dem Allerheiligsten brennenden Lampe der Kapelle nach dem Rat, den Unsere Liebe Frau selbst der Hirtin Benoîte gegeben hatte.
Benoîte starb 71-jährig verzehrt von ihrem strengen Leben voller Kasteiungen und Prüfungen, von allen anerkannt als Heilige dank ihres inbrünstigen Gebets, ihrer Geduld und ihrer Güte bei der Betreuung der Pilger und dank ihrer Ergebenheit gegenüber der Kirche. Ein vielsagendes Zeichen: Während Benoîtes Kräfte ihren bevorstehenden Tod vorhersagten, ersuchten sie die Priester noch an ihrem Krankenbette um Segnung. Das Heiligtum wurde zum spirituellen Zentrum der Diözese Gap, und ein Team bestehend aus Priestern der Diözese, Ordensbrüdern und -schwestern sowie auch Laien steht im Dienste der Pilger, sei es in Form einer individuellen, pünktlichen Betreuung, sei es anlässlich von Exerzitien, Sessionen und Seelsorge.
Am 4. Mai 2008 wurde die offizielle Anerkennung der Marienerscheinungen in Notre-Dame du Laus in Anwesenheit von dreißig Kardinälen und Bischöfen aus aller Welt verkündet und somit die Bedeutung dieses Ereignisses für die Kirche deutlich gemacht.

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